Tierhalterhaftpflichtversicherung

August 12th 2010 | Posted in Allgemein

Tierische Risiken vermeiden

Wie oft hört man es in den Verkehrsmeldungen im Radio: „Achtung im Bereich … sind Pferde im Bereich der Fahrbahn!” Kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Tieren und Fahrzeugen, sieht sich der Tierhalter nicht nur mit dem Tod seines Tieres, sondern auch mit den entstandenen Schäden konfrontiert. Sachschäden an Autos können leicht in die Tausende von Euros gehen, und wenn auch noch Personenschäden hinzukommen, Kosten für Behandlung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, schlimmstenfalls bleibende Gesundheitsschäden zurückbleiben, dann kann das leicht zum finanziellen Ruin des Tierhalters führen. Denn er haftet für alles, was seine Tiere verursachen, selbst wenn ihn selbst gar keine Schuld trifft.

Die private Haftpflicht deckt Schäden nur von Kleintieren wie Katzen, Meerschweinchen oder Vögeln ab. Gerade Halter von großen Tieren wie Pferden, Hunden, Wildtieren etc. sollten eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen, um sich vor den Schadensfolgen von Unfällen oder Übergriffen zu schützen. Sei es, dass das Pferd einem Hund auf den Schwanz tritt, einen Zaun demoliert oder auch nur die Satteldecke seines Nebenpferdes anknabbert, all das deckt die Tierhalterhaftpflichtversicherung ab, ebenso wie die Folgen von Hundebissen, zerrissene Hosenbeine oder zerwühlte Gartenbeete. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft verursachen Hunde jährlich 140.000 Schadensfälle, für Pferde fehlen entsprechende Angaben.

Tierhalter und Tierhüter mitversichert

Familienangehörige oder Nachbarskinder, die mit dem Hund gelegentlich Gassi gehen, sind bei der Tierhalterhaftpflichtversicherung mitversichert, allerdings können sie keine Ansprüche geltend machen, wenn sie selbst von dem Tier verletzt werden, gleiches gilt für Fremdreiter, wenn der entsprechende Passus in der Pferdehaftpflichtversicherung enthalten ist. Grundsätzlich sollte eine Deckungssumme von mindestens 3 Mio. Euro gewählt werden, viele Versicherer bieten auch Deckungssummen bis zu 15 Mio. Euro an. Die Auswahl ist groß, ein Vergleich der verschiedenen Anbieter und Tarife lohnt sich. So zahlt man beispielsweise für einen Rottweiler zwischen 54,82 € und 124 € im Jahr bei bei einer Deckungssumme von 3 Mio. € und ohne Selbstbeteiligung. Für ein Pferd kann man für die gleiche Deckungssumme zwischen ca. 80 € und 200 € rechnen, bei höherer Deckung je nach Anbieter mehr.

In einigen Bundesländern besteht Versicherungspflicht für die sogenannten gefährlichen Hunde, wobei es teilweise schwierig werden kann, einen Versicherer zu finden, der bestimmte Rassen akzeptiert.