Berufsunfähigkeitsversicherung

August 12th 2010 | Posted in Allgemein

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Muss

Vor schweren Erkrankungen oder ernsten Unfällen ist man selbst durch größte Achtsamkeit nicht geschützt. Im Falle derartiger Schicksalsschläge steht zunächst die Genesung im Vordergrund – Doch anschließend ist es wichtig, wieder in ein normales und geregeltes Leben zurückzufinden. Damit verbunden ist auch die Frage nach der Erwerbstätigkeit: Ist man noch in der Lage, den früheren Beruf ausüben zu können? Nicht immer ist dies möglich; schon gar nicht in vollem Ausmaß. Häufig stehen Menschen nach einer Krankheit oder einem Unfall mit leeren Händen da, weil die körperliche oder seelische Verfassung das Ausüben des gewohnten Berufes, vorübergehend oder auf Dauer, nicht gewährleistet. Um einer finanziellen Not aufgrund eines fehlenden Einkommens entgehen zu können, ist es notwendig, die eigene Arbeitskraft durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu versichern. Diese kann privat als Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung abgeschlossen werden. Bis 2001 existierte noch eine Trennung zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. Mit der damals durchgeführten Rentenreform wurde diese Unterscheidung jedoch zu Gunsten der „Erwerbsminderung“ abgeschafft. Mit dieser Begrifflichkeit müssen sich all jene Menschen, die ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können, nach einem anderen Erwerb auf dem gesamten Markt umsehen. Eine halbe Rente zahlt der Staat, wenn das Leistungsvermögen drei bis sechs Stunden täglich beträgt; kann am Tag nur weniger als drei Stunden gearbeitet werden, wird die volle Rente gezahlt. Allerdings sind die gezahlten Rentenbeträge nicht sehr hoch und genügen nur selten, um den gewohnten Lebensstandard beizubehalten. Somit macht dies den Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung noch notwendiger. Diese kann selbstständig oder zusätzlich zu einer Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen werden.

Was versichert die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung eignet sich grundsätzlich für jeden Arbeitnehmer, der mit seinem Erwerb sich selbst oder andere versorgt. Ebenso ist sie für Freiberufler und Selbständige sinnvoll, als auch Beamte, die erst nach mehreren Dienstjahren einen guten Schutz genießen können. Auch Berufseinsteiger sollten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, da diese erst fünf Jahre nach der ersten Berufstätigkeit über die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert sind – dies gilt genau so für Studenten. Der Versicherungsschutz greift dann, wenn der Versicherte seinen bisherigen Beruf nicht mehr zu einem bestimmten Prozentsatz ausüben kann. Sind dies 50 Prozent, so spricht man von teilweiser Berufsunfähigkeit. Hingegen liegt eine vollständige Berufsunfähigkeit vor, wenn der Betroffene seinen Beruf über mindestens sechs Monate hinweg nicht in dem Maß ausüben kann, wie er dazu vor der Krankheit oder dem Unfall in der Lage war. Die Versicherungsgesellschaft zahlt im Folgenden eine monatliche Rente über den Zeitraum der Berufsunfähigkeit, maximal aber über die im Versicherungsvertrag individuell festgelegte Rentenbezugsdauer. Der monatliche Rentenbetrag wird gleichermaßen im Vertrag festgehalten. Als Orientierung für die Bestimmung des Betrages dient die Spanne zwischen den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung und dem persönlichen Nettoeinkommen. Diesbezüglich hat es sich bewährt, die monatliche Rente auf etwa 50 bis 75 Prozent des Nettoeinkommens festzulegen. Allerdings darf dieses nicht überschritten werden. Weitere Wichtige Informationen zu dem Thema finden Sie unter Berufsunfähigkeitsversichrung.